Erica Schnell Stettler ∗ 18.3.1940 Basel 1998, Malerin, Zeichnerin, Radiererin und Plastikerin. Geboren am 18.3.1940 in Basel. Besuchte von 1957–60 an der Kunstgewerbeschule Basel Kurse bei bei Martin A. Christ, Walter Bodmer und des Riehener Künstler Gustav Stettler. 1967 an der Cité Internationale des Arts in Paris. Mit Schulabschluss und Ausbildung zur Sekretärin schrieb sie sich an den Abendkursen der Gewerbeschule ein und arbeitete später halbtags als wissenschaftliche Zeichnerin am Institut für Ur- und Frühgeschichte in Basel. Damit konnte sie sich die Mittel zur weiteren künstlerischen Ausbildung und freien Tätigkeit verdienen. Erica Schnells Motive sind die Elemente einer sich immer wieder erneuernden Natur, umgesetzt bis nahe an die Abstraktion in Öl, Gouache oder Aquarell. Aus Farbflächen, meist in verzogenen Rechtecken und Quadraten und Dreiecken, baut sie Farbkomposition auf. Dazu tritt die Strichzeichnung einer Linienstruktur. Beide, Farbfläche und Strichzeichnung, kommen in ein harmonisches Gleichgewicht - sie übertragen auf den Betrachter das Miterleben eines klaren Motivkonzepts, das auch Bewegung, Luft, Raum und Wandel des zu Grunde liegenden Naturthemas beinhaltet. Es ist eine stille und zurückhaltende Kunst eigener Prägung, die sich da in aller Ruhe entwickelte. (aus: Peter Stettler und Erica Stettler-Schnell, Jahrbuch z’Rieche, Dorothea Christ, 1993).
Sie war mit Gustav Stettler Sohns Peter Stettler ebenfalls Kunstschaffender verheiratet. Ihr Nachlass wird seit 2021 vom Archiv ARK Basel betreut.
Das kleine Konvolut, das ARK Basel von Erica Schnell übernehmen konnte, erlaubt einen Blick auf ein überraschendes Werk und ein weitgehend unbekanntes Leben. Ihre heitere Bildsprache der lyrischen Abstraktion setzt sich in ihrer frischen und transparenten Farbigkeit nicht nur von der Basler Graumalerei ab, sondern auch von der Kunst ihres Partners Peter Stettler (1939 – 1998) und des Schwiegervaters Gustav Stettler (1913 – 2005).
Kostbare Fächerentwürfe auf aufgetrennten Melitta-Filterpapieren sowie eine reizvolle Gruppe von Reliefs und kleinen Freiplastiken aus Draht, einem Werkstoff, welchen die Künstlerin vom bewunderten Lehrer Walter Bodmer übernommen hatte, lassen sich als Kalligraphien lesen: Wie in Ölmalerei und Aquarell zeigt sich auch hier das rhythmische Geflecht von Ästen und Zweigen als wichtige Inspirationsquelle freier Kompositionen.
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