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Hermann Anselment

Hermann Anselment (* 13. Mai 1905 in Freiburg im Breisgau; † 5. Juli 1981 in Liestal) war ein deutscher Maler des Expressionismus.

Hermann Anselment-de Smit (1905–1981) Expressionistischer Maler, Elsy Anselment-de Smit (1919–1981) Grab auf dem Friedhof Liestal. Standort: Feld LP
Grab auf dem Friedhof Liestal.

Leben: Anselment machte nach dem Abitur 1923 zunächst eine Flachmalerlehre, im Anschluss studierte er Musik (Cello) und schrieb sich gleichzeitig an der Universitätszeichenschule in seiner Heimatstadt ein. Ein Aufenthalt in Berlin endete 1933, weil er von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ mit einem Ausstellungsverbot belegt wurde. Es folgten weitere Studien in Freiburg im Breisgau bei Hermann Gehri sowie in Basel an der Allgemeine Gewerbeschule Basel bei Arnold Fiechter. Von 1939 bis 1945 leistete er Militärdienst.

Von 1948 bis 1955 war Anselment Dozent für Farbe und Form an der Kunstakademie Nürnberg. 1954 verlegte der Maler seinen Wohnsitz nach Liestal (Schweiz), wo er das Bürgerrecht erwarb und am 5. Juli 1981 starb. Von 1956 bis 1963 führte er eine private Malschule in Freiburg, ab 1959 eine zweite in Liestal. Zudem war er von 1956 bis 1959 Mitglied der Künstlergruppe „Mittlerer Schwarzwald“.

Anselment war seit 1936 mit der aus Basel stammenden Maria Frieda, geborene Lambertz, verheiratet. Als diese 1963 verstarb, heiratete er im gleichen Jahr seine Malschülerin Elsy, geborene de Smit (1919–2007).

Werk: Das umfassende ausdrucksstarke Werk umfasst zahlreiche Frauenporträts in intensiver Farbgebung, Blumen und Stillleben, aber auch Landschaften, die ganz eindeutig sowohl hinsichtlich der Farbwahl als auch der Reduzierung der Form eine große Nähe zu Zeitgenossen wie Gabriele Münter oder Wassily Kandinsky und dem Expressionismus erkennen lassen. In den fließenden Bewegungen erkennt man die große Liebe zur Musik, die auch sein Malen prägte.

1937 wurde in der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ aus der Städtischen Sammlung Freiburg/Breisgau seine Holzschnitte „Paar am Bach“ und „Unterredung“ beschlagnahmt und zerstört.[1]

Ignaz Epper

Ignaz Epper * 6. Juli 1892 in St. Gallen; † 12. Januar 1969 in Ascona

Leben: Ignaz Epper war der Sohn des Stickereizeichners Karl Ignaz Epper und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Nachdem er die Klosterschule in St. Gallen absolviert hatte, machte Epper von 1908 bis 1912 eine Lehre als Stickereizeichner. Er lernte an der École des arts décoratifs in St. Gallen Sophie Taeuber-ArpTheo Glinz und Sebastian Oesch kennen.

Nach der Rekrutenschule arbeitete Epper als Entwerfer in der St. Galler Firma «Selig» und wurde von seinem Arbeitgeber nach Berlin geschickt, um dort Modezeichnungen anzufertigen.

Dort entschloss er sich für eine Künstlerlaufbahn und kündigte gegen den Willen seiner Eltern die Anstellung. Epper war wie Adolf Dietrich Autodidakt. Von Berlin aus reiste er mit seinem Künstlerfreund Sebastian Oesch für mehrere Monate nach Weimar und München. Dank den Zeichnungen aus dieser Zeit erhielt Epper 1913 ein Eidgenössisches Kunststipendium.

1913 begann Epper eine Lehre als Lithograph bei der Firma «Seitz» in Zürich. Während seiner militärischen Aktivzeit als Grenzsoldat im Ersten Weltkrieg lernte er in Zürich seinen Gönner und Mäzen Han Coray kennen. Über dessen Räumen seines Buch- und Kunstladens an der Oberen Mühlgasse in Zürich konnte Epper sein Atelier einrichten und in der Galerie seine Frühwerke, unter anderem Holz- und Linolschnitte, ausstellen. In den ersten Jahren des Ersten Weltkriegs beschäftigte sich Epper intensiv mit dem heiligen Sebastian. Zwischen 1913 und 1918 schuf er mindestens zwei Holzschnitte, eine Lithographie, einige Zeichnungen sowie drei Ölbilder mit diesem Motiv.[1]

1916 heiratete er die holländische Goldschmiedin, Zeichnerin und Bildhauerin Mischa Quarles van Ufford. Das Künstlerehepaar bezog eine Wohnung an der Spiegelgasse, die bald zum Treffpunkt von Malern, Schriftstellern, Architekten und Bildhauern wurde. Epper bekam wegen seines schwermütigen und verschlossenen Wesens von seinen Freunden den Spitznamen «Igel».

In Basel lernte er 1917 Paul Ganz, den Konservator des Kunstmuseums Basel, und Fritz Eduard Pauli kennen. Regelmässig reiste er mit seiner Frau, auch oft in Begleitung seines Freundes Pauli und dessen Frau, nach den NiederlandenFrankreichSpanienNordafrika und Italien. Auf diesen ausgedehnten Reisen entstanden zahlreiche Werke in unterschiedlichen Techniken.

Epper nahm regelmässig an den Gruppenausstellungen der GSMBA teil und stellte auch in Zürcher Galerien aus. Er war Mitglied der Grafikvereinigung «Die Walze» und des «Graphischen Kabinetts».

Ab 1933 bis zu seinem Tod 1969 lebte Epper in der «Casa Epper» in Ascona. In Ascona hatte er auch regen Kontakt zu seinem dort lebenden Künstlerfreund aus den Zürcher Jahren, Johann Robert Schürch. Eppers Produktivität nahm in Ascona merklich ab, und seine Werke führte er nun vermehrt in Öl und Aquarell aus. In den folgenden Jahren reiste er oft nach Paris, Arosa und nach Collioure.

Epper illustrierte das 1935 erschienene Buch von Charles-Ferdinand Ramuz, Bergsturz auf Derborence, und 1937 gründete er mit seiner Frau das Marionettentheater der Asconeser Künstler. In den Jahren vor seinem Tod setzte sich Epper mit den Schriften von Carl Gustav Jung und denjenigen des Eranos-Kreises in Ascona auseinander.

1937 wurden in der NS-Aktion „Entartete Kunst“ nachweislich fünf Grafiken Eppers aus öffentlichen Sammlungen in Deutschland beschlagnahmt und vernichtet.[2]

Eppers Werke wurden unter anderem im Kunstmuseum OltenKunstmuseum WinterthurKunstmuseum Thurgau, in der Kunsthalle Bern, der Kunsthalle Basel, im Kunstmuseum LuzernKunsthaus ZugKunsthaus Aarau und im Kunsthaus Zürich ausgestellt.

1974 wurde die in Ascona ansässige «Fondazione Ignaz e Mischa Epper» gegründet und 1980 das «Museo Epper» eröffnet.

Jakob Engler

Jakob Engler, auch Joggi genannt (* 15. März 1933 in Basel; † 27. Februar 2025 in Oberwil BL),[1] heimatberechtigt in Urnäsch, war ein Schweizer Bildhauer und Plastiker. Sein Werk umfasst Raumskulpturen, Siebdrucke, Lithografien, Zeichnungen, Grafiken, Kunst am Bau sowie Bau- und Schmuckgestaltung.

Leben und Werk: Jakob Engler absolvierte von 1948 bis 1952 bei Eugen Bach und Emil Weidmann eine Holzbildhauerlehre. Weidmann war der Vater von Hans Weidmann. Von 1954 bis 1955 besuchte Engler die Bildhauerklasse an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris. 1956 arbeitete er als Bildhauer bei Josef Lutz und teilte mit seinem Bildhauerfreund Mario Bollin (* 1930) sein erstes Atelier.[2] Ab 1957 war Engler als selbstständiger Holzbildhauer tätig und besuchte die Bildhauerklasse von Johannes Burla an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel.

Jakob Engler, Bildhauer. Plastik Dra-Dri-Druf-Drab, 1971–1972, Hüslimatt Schulhaus in Oberwil BL.
1971–1972, Dra-Dri-Druf-Drab, Hüslimatt Schulhaus in Oberwil.

1958 heiratete er Lotti, geborene Helfe, und gab 1959 die Holzschnitzerei auf, um sich ganz der freien Kunst zu widmen. Ab 1960 entstandenen erste Eisen- und Bronzeplastiken. 1962 konnte Engler seine Werke in einer Einzelausstellung in New York und 1963 in Basel präsentieren. 1968 bezog er das Künstleratelier des Kantons Basel-Stadt an der Cité Internationale des Arts in Paris. Mit dem Studienaufenthalt gelang es ihm, sich von seinen Vorbildern zu lösen, und die politische Aufbruchstimmung lösten eine persönliche und künstlerische Standortbestimmung aus. Die ersten farbigen Kunststoffplastiken entstanden und wurden ab 1970 durch öffentliche Kunstsammlungen erworben.

Da sich Englers Atelier mittlerweile zur Schlosserwerkstatt entwickelt hatte, beteiligte er sich 1978 an der Gründung der GSMBA-Ateliergenossenschaft in Birsfelden. 1988 bezog er sein drittes Atelier in Ullastret. Die neue Umgebung regte Engler an, auch als Keramiker zu arbeiten.

Ab 1970 erhielt Engler Preise an Wettbewerben, so 1984 den 1. Preis am internationalen Wettbewerb in Klagenfurt. Zudem erhielt er 1992 den Kunstpreis der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Englers Werke stehen in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland sowie in Schulhäusern, Spitälern, Kirchen, Banken und Industriegebäuden. Zudem sind sie in angesehenen Galerien und an bedeutenden internationalen Kunstmessen zu sehen.

Jo Niemeyer

Über den KnüstlerJo Niemeyer (geb. 1946 in Alf/Mosel), wichtiger Vertreter der Konkreten Kunst, beschäftigt sich in seinem Werk intensiv mit dem Goldenen Schnitt, der sich, dargestellt durch die Zahl Phi, universell etwa in den Cheops-Pyramiden oder in Leonardo da Vincis berühmter Zeichnung des idealen Menschen wiederfindet. Niemeyer verbindet sein künstlerisches Schaffen so mit der urmenschlichen Suche nach Harmonie und Schönheit. In seinen Arbeiten, die strengen mathematischen Regeln unterworfen sind und in denen nichts dem Zufall überlassen wird, nutzt er ausschließlich Primärfarben zur weiteren Vereinfachung. Gleichzeitig lotet er aber auch den Raum aus, in dem sich seine Tafelbilder verorten. Sie sind in ihrer Flachheit niemals eindimensional. Aufgrund ihres von Design und Architektur geprägten Hintergrundes verlassen Niemeyers Arbeiten immer wieder den Raum der ‚klassischen‘ Kunst und begeben sich in das Fahrwasser anderer Disziplinen, um so die Welt nicht neu, aber anders darzustellen.

Jürg Frommer

Leider haben wir keine weiteren Informationen über Jürg Frommer.

Karin Schaub

Karin Schaub (geborene Karin Ruperti; * 16. September 1928 in Hawkesbury, Kanada;[1]24. April 2024 in Basel[2]) war eine Schweizer Malerin, Zeichnerin und Grafikerin.[3]

Werdegang: Karin Schaub war eine Tochter des Chemikers Andreas Ruperti (1897–1987) und der Künstlerin Madja Ruperti, geborene van Rijckevorselwar. Ihr älterer Bruder Johannes (Wanja), genannt Ivan, und ihre Schwester Marischa Burckhardt kamen in Dresden zur Welt.

1929 siedelte die Familie nach Basel und erhielten 1935 das Schweizer Bürgerrecht. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hielt sie sich mit ihrer Familie oft auf dem Grossväterlichen Gutshof Schackenhof in Westpreussen auf. Die abenteuerliche und weitverzweigte Familiengeschichte wurde von ihrem Vater Andreas Ruperti schriftlich festgehalten..Ihr Bruder Ivan hat diese und andere Erinnerungen von Familienangehörigen auf der Website publiziert.

Karin Schaub wuchs in Basel und Arlesheim auf und besuchte ab 1935 bis zur Maturität die Schule in Basel. 1949/1950 besuchte sie die Graphikfachklasse an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel und heiratete Hans Schaub (1920–2012). Ihre gemeinsamen Kinder sind Andrea (* 1949) und der Medienkünstler und Designer Mischa (* 1952). Hans Schaub war der ältere Bruder von dem Grafiker und cR Werbeagentur Gründer Jürg Schaub.

1963 begann sie ihr Wirken als Künstlerin während des Studiums der Philosophie, Psychologie und Ethnologie und beschäftigte sich mit dem Surrealismus und dem Phantastischen Realismus. Von 1959 bis 1968 folgte ein Studium der Philosophie an der Universität Basel, das sie als Dr. phil. I mit einer Dissertation über das Thema Albert Camus und der Tod abschloss.

Schaub wurde in den späten 1970er-Jahren mit überdimensionalen Gemüsestillleben bekannt und hatte damit 1977 einen Auftritt auf der internationalen Kunstmesse ART Basel.

Nach einem Herzinfarkt im Jahr 1987 löste sie stilistisch jede Gegenständlichkeit auf. Die Kunstkritikerin Annelise Zwez schrieb 1991 anlässlich einer Ausstellung in Basel, als sich Schaub bereits mit Malerei und Collagen einen Namen gemacht hatte:

«Sie malt nicht mehr, sondern wirft die Farbe auf die Leinwand. (…) Karin Schaub ist 1990 in einem eigentlichen Schaffensrausch. Wohl noch nie sind so viele Bilder in einem einzigen Jahr entstanden. Und keines ist wie das andere. Wo nicht die Richtung Struktur gibt, ist es oft die Farbe; 1990 war in der Weihnachtsausstellung in der Kunsthalle Basel das 145 × 175 Zentimeter grosse Bild mit dem Titel Idealer Stadtplan zu sehen. (…) Nichts ist greifbar im Meer der Farbwürfe, aber das Weiss, das Bläulich, das Rosa, das warme Grün-Gelb, das wenig lineare Schwarz im Untergrund sind so raffiniert ‹geplant›, dass sich die expressive Gestik in eine städtebauliche Wachstumsstruktur aus der Flugzeugperspektive verwandelt.»[3]

Schaub stellte zudem weiterhin regelmässig[4] in Basel, der Schweiz und auch international mit renommierten Künstlern aus[5] und hatte noch 2012 eine Einzelausstellung im Stapflehus in Weil am Rhein.[6]

Werke in Sammlungen und im Stadtraum: Nachdem Schaub 1985 den 1. Preis des Kunstkredit Basel-Stadt Wettbewerb erhielt, konnte sie zwei grosse Wandbilder im Eingangsbereich des Instituts für Pflanzenphysiologie der Universität Basel realisieren.[7] Sie gestaltete zwei Landschaftsaussichten als Malerei über die gesamte Fläche der grossen Wandnischen. Werke Schaubs befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Kantone Basel-Stadt (9 Werke im Besitz des Kunstkredits), Basel-Landschaft, Sissach[8] und Aargau sowie bei der Kunstsammlung der Baloise Versicherung[9].

Karl Aegerter

Karl Aegerter (* 16. März 1888 in Basel; † 5. Dezember 1969 ebenda) war ein Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator und Politiker.

Die Sammlung Ernst Selmoni hat kein Bild von Karl Aegeter. Er wurde hier aufgenommen, da wir ein Bild von seinem Neffen Albert Aegeter haben.

Leben und Werk: Karl Aegerter wuchs in armen Verhältnissen auf und musste im Alter von sieben Jahren als Verdingbub arbeiten. Er wollte wie sein älterer Bruder August Samuel (1878–1971)[1] Künstler werden. Aegerter arbeitete in Fabriken und auf Baustellen, bevor er eine Lehre als Dekorationsmaler absolvierte. Ab 1905 besuchte er die Malschule von Heinrich Knirr an der Akademie der Bildenden Künste München. Aegerter zog 1924 aus gesundheitlichen Gründen nach Graubünden und widmete sich dort der Landschaftsmalerei. Zudem unternahm er Studienreisen nach Wien, Budapest, Berlin, Dresden und Sachsen. Dank eines Stipendiums der öffentlichen Kunstsammlung Basel reiste er nach Rom und Italien. 1927 hielt sich Aegerter in Brüssel und 1928 in Paris auf.

Als Maler zählte Aegerter zur Basler Künstlergruppe der Dunkeltonigen. Zu dieser Gruppe gehörten Otto Roos, Paul Basilius Barth, Jean Jacques Lüscher, Numa Donzé, Karl Theophil Dick und Heinrich Müller.[2] Die Künstler dieser als «Basels klassische Malergeneration» bezeichneten Gruppierung pflegten einen freundschaftlichen Austausch mit der 1918 gegründeten Basler Künstlergruppe «Das neue Leben» und mit der Künstlergruppe «Rot-Blau» und beeinflussten die Entwicklung der Basler Malerei nach der Jahrhundertwende bis in die 1920er-Jahre massgeblich.

Der grösste Teil von Aegerters Schaffen stammt aus der Phase des sozialen Realismus. Diese Werke stellte er 1926 in der Kunsthalle Bern zusammen mit Käthe Kollwitz, Dora Lauterburg, Hans Brasch, Friedrich Traffelet, Otto Séquin und Reinhold Rudolf Junghanns aus. Seine Bilder werden häufig mit denen von Edvard Munch verglichen.

Friedhof am Hörnli. Grab von Karl Aegerter (1888–1969) Elisabeth Gerter (1895–1955), Martha Aegerter (1906–2000)
Grabinschrift. Friedhof am Hörnli.

Als Mitglied der Kommunistischen Partei Schweiz (KPS) Sektion Basel gab Aegerter 1926 seine künstlerische Tätigkeit auf, um sich als Parteisekretär zu engagieren. Als die KPS 1940 verboten wurde, wechselte Aegerter in die Sozialdemokratische Partei. Er war von 1932 bis 1941 Basler Grossrat, ab 1948 als Richter tätig. Zudem war er langjähriger Präsident der Sektion Basel der Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer (GSAMBA).

Aegerter lernte 1926 Elisabeth Gerter kennen und heiratete sie 1932. Aegerter illustrierte ihre Werke, von denen viele in der Schweiz mit grossem Erfolg veröffentlicht wurden.

Aegerter lebte mit seiner Frau ab 1947 für längere Zeit in Borinage und hielt das herrschende Elend der Bergarbeiterfamilien in einem Bildzyklus fest. Diese Bilder gelten zusammen mit dem Gemäldezyklus Menschen von Heute aus den 1920er-Jahren als Aegerters Hauptwerk. Mit Ausnahme der Humanität wurden alle Wandbilder Aegerters in Basel und Umgebung in der Folge städtebaulicher Veränderungen zerstört. Aegerters Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. So erwarb der Kunstkredit Basel-Stadt Werke von ihm.

Als seine Frau 1955 starb, heiratete er Martha, geborene Buchser (1906–2000). Karl Aegerter fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof am Hörnli.

Karl Gerstner

Karl Gerstner (* 2. Juli 1930 in Basel; † 1. Januar 2017 ebenda) war ein Schweizer Grafikdesigner, Werber, Fachbuchautor, Maler der Konkreten Kunst und bedeutender Vertreter der Schweizer Typografie.

Leben: Nach dem Gymnasium und dem gestalterischen Vorkurs an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel macht Karl Gerstner zwischen 1945 und 1948 eine Lehre als Grafiker im Atelier Fritz Bühler. Parallel dazu besucht er an der Gewerbeschule Kurse bei Emil Ruder. Zusammen mit Markus Kutter gründete er 1959 die Werbeagentur Gerstner + Kutter, die 1962 unter Beteiligung von Paul Gredinger zur «GGK» wurde. Die GGK war lange eine der erfolgreichsten Agenturen der Schweiz und später Deutschlands. Sie hatte Filialen in vielen Ländern Europas.

Buchcover von Programme entwerfen, 1964.

Nach seinem Rückzug aus der Werbewelt engagierte sich Gerstner im Verlagswesen. Johannes Gross, damals Chefredakteur des in Köln erscheinenden Wirtschaftsmagazins Capital, verpflichtete ihn als Berater. Gerstner konzipierte viele Jahre zusammen mit der Chefredaktion inhaltlich und optisch die monatliche Titelgeschichte.

Als der Verlag Gruner + Jahr 1980 das Wirtschaftsmagazin impulse auf den Markt brachte, war Gerstner ebenfalls wesentlich an dem Projekt beteiligt. Er konzipierte das visuelle Erscheinungsbild des Heftes und war, wie bei Capital, an der Ausgestaltung der Titelgeschichten entscheidend beteiligt. 1981/82 war er auch Berater beim Kunstmagazin art, das im Heft 11/1981 auch einen Artikel über Gerstner als Künstler veröffentlichte.

Zu Gerstners bekanntesten Veröffentlichungen gehören das 1964 erschienene Buch Programme entwerfen und das 1972 erschienene Buch Kompendium für Alphabeten. Die 1973 von Emilio Ambasz kuratierte Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art «Designing Programs/Programming Designs: An Exhibition of Karl Gerstner» basierte auf ebendiesem Buch.[1]

Im Jahr 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel in der Abteilung Graphik und auch 1968 auf der 4. documenta gezeigt.

Sein Archiv befindet sich seit 2006 in der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Gerstner wurde auch als Kunstsammler bekannt. Seit 1991 ist die umfangreiche Sammlung Karl Gerstner[2] im Museum Weserburg in Bremen beheimatet. In wechselnden Ausstellungen werden daraus Werke von Arman, George Brecht, Christo, Robert Filliou, Raymond Hains, Bernhard Luginbühl, Dieter Roth, Daniel Spoerri, Hugo Suter, André Thomkins, Jean Tinguely und Jakob Weder präsentiert.

Lenz Klotz

Lenz Klotz (* 20. März 1925 in Chur; † 19. April 2017 in Basel) war ein Schweizer Zeichenlehrer, Maler, Zeichner und Druckgrafiker. Zunächst abstrakt aktiv, fokussierte er sich später auf das künstlerische Element der Linie.[1]

Leben: Lenz Kotz wuchs in Masans bei Chur auf und erwarb 1945 am Kantonalen Lehrerseminar Chur das Diplom als Primarlehrer. Um die Weiterbildung zum Zeichenlehrer zu erlangen, kam er 1945 nach Basel an die Kunstgewebsschule. Das Studium schloss er dort 1950 mit einem Diplom ab. Das Basler Kunstmuseum liess ihn von 1945 bis 1950 den graphischen Nachlass Ernst-Ludwig Kirchners ordnen.[1] Von 1951 bis 1988 arbeitete er als Fachlehrer an der Kunstgewerbeschule Basel (heute Hochschule für Gestaltung und Kunst). Neben seiner künstlerischen Tätigkeit, die er ab 1952 frei praktizierte, arbeitete Klotz acht Jahre lang als Ausstellungsgestalter am Museum der Kulturen Basel (früher: Völkerkundemuseum Basel).[1]

1952 heiratete er Susi Hafen. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Künstlerisches Schaffen: Nach geometrisch abstrakten Anfängen ging Klotz Mitte der 1950er Jahre zu einer freien gestischen Abstraktion über. Damit gehörte er zu den Schweizer Tachisten.[2] Nach der freien Malerei der späten 1950er und der 1960er Jahre setzte 1969 ein rigoroser Reduktionsprozess ein. Klotz untersuchte intensiv die Linie und verbannte die Farbe aus seinen Arbeiten. In seinen Materialbildern sind Linienzüge durch Bambus- oder Peddigrohr vergegenständlicht und heben sich als Relief von der Leinwand ab oder lösen sich in Freiplastiken und Bronzegüssen von dieser. Ab 1978 wurde wieder Farbe verwendet.[2]

Ein grosser Teil seines Werkes sind Ölbilder. Er erprobte die Wirkung immer parallel zur Malerei auch in der Druckgrafik, sei es als Lithographie oder Radierung, seltener als Holz- oder Linolschnitt. In den letzten Lebensjahren gestaltete er auch Monotypien. Er hat sein Schaffen dokumentiert, mit Titel, Entstehungsdatum, Nummer im Verzeichnis, Angaben zu den verwendeten Materialien, Grösse und Werkfoto. Er dürfte damit einer der bestdokumentierten Künstler der Schweiz sein.

Insgesamt schuf er rund 1500 Werke und über 1000 Zeichnungen und war in zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland zu sehen. Unter anderem wurde er 1995 zum 70. Geburtstag mit einer Schau im Kunstmuseum und der Kunsthalle Basel geehrt. Ersteres hat einige Werke in die Sammlung aufgenommen.

Klotz malte bis zu seinem Tod im Alter von 92 Jahren. Seither übernehmen seine Kinder Verwaltung und Betreuung des Nachlasses. Sie haben dazu die GmbH Lenz Klotz Art Collection gegründet.

Dokumentarfilm (SRF): Lenz Klotz - NeXt - Play SRF

Lina Furlenmeier

Lina Furlenmeier *24.09.1932 La Courneuve, Bürgerort Basel

Lina Furlenmeier ist eine Künstlerin mit Sitz in Basel, die in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig ist, darunter Malerei, Grafik, Kunst am Bau und mehr. Sie ist Mitglied der SGBK (Schweizerische Gesellschaft für bildende Kunst) und hat eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich. 

Weitere Details:

  • Tätigkeitsbereiche: Malerei, Grafik, Kunst am Bau, Wandmalerei, Zeichnung, Collage.
  • SGBK-Mitgliedschaft: Sie ist Mitglied der SGBK Basel-Landschaft.
  • Ausstellungen: Furlenmeier hat in verschiedenen Galerien und Museen ausgestellt, darunter bei BASLER KUNST.
  • Schwerpunkte: Sie arbeitet mit verschiedenen Techniken, darunter Radierung, Siebdruck und Kunst am Bau.
  • Dokumentation: Ihre Biografie und Werke sind im SIKART (Schweizerisches Inventar der neueren Kunst) dokumentiert. 

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