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Ludwig Fritz Karl Emil Heinrich Hohlwein

Ludwig Fritz Karl Emil Heinrich Hohlwein (* 26. Juli 1874 in Wiesbaden; † 14. September 1949 in Berchtesgaden)[1] war ein deutscher Plakatkünstler, Grafiker, Architekt und Maler.

Er zählte neben Lucian Bernhard, Ernst Deutsch-Dryden, Hans Rudi Erdt und Julius Klinger zu den prominentesten und stilbildenden Vertretern der Reklamekunst. Auch schon vor Hitlers Machtergreifung arbeitete er für die NSDAP und prägte in der Zeit des Nationalsozialismus das visuelle Erscheinungsbild des Dritten Reiches.

Leben und Werk: Ludwig Hohlwein wurde am 26. Juli 1874 als jüngster Sohn des Schlossermeisters und Herdfabrikanten Jakob Hohlwein (1833–1917) und dessen Ehefrau Hermine (geb. Plank, 1836–1887) in Wiesbaden geboren.[2] Während seines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule München fertigte er erste Illustrationen für die Zeitungen des Akademischen Architektenvereins. Nach dem Studium in München und Dresden sowie Studienreisen nach London und Paris ließ er sich in München als Architekt nieder. Er entwarf neben Inneneinrichtungen von Privathäusern auch Aufträge zur Ausstattung des Grand Hotel Continental (München) und für Ozeandampfer. Am 18. Mai 1901 heiratete er in Wiesbaden Léonie Jeannette Dörr (* 1876).[2] Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Ab 1904 stellte Hohlwein regelmäßig Graphiken, Aquarelle und Temperagemälde im Münchner Glaspalast aus.

Im Jahr 1905 nahm Hohlwein mit Tierbildern an der Großen Berliner Kunstausstellung teil. Im gleichen Jahr war er 3. Preisträger im Preisausschreiben um Reklameentwürfe für die Gemeinschaftswerbung des Schokoladefabrikanten Ludwig Stollwerck und des Sektherstellers Otto Henkell. Weitere Preisträger waren die Künstler Eugen Kirchner, Julius Diez, Friedrich Stahl, Albert Klinger, Fritz Klee, Bernhard Halbreiter, Elli Hirsch, Anton Kerschbaumer, Johann Baptist Maier, Georg v. Kürthy, Fritz Helmuth Ehmcke, Paul Leuteritz, Otto Kleinschmidt, Ulrich Hübner, Anton Hoffmann, Otto Ludwig Naegele, Peter Würth, Ernst Oppler, A. Altschul, Ant. Jos. Pepins und August Geigenberger.[3] Später entwarf er Plakate für Jagdausstellungen.

1931 lehnte Hohlwein das Angebot ab, in die Vereinigten Staaten zu emigrieren. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.945.937),[4] für die er bereits vor der Machtergreifung zahlreiche Arbeiten angefertigt hatte. Während der Zeit des Nationalsozialismus prägte Hohlwein ähnlich dem Fotografen Heinrich Hoffmann das visuelle Erscheinungsbild des Dritten Reiches, etwa durch seine Werke für die Olympischen Spiele 1936. Nach einem seiner Plakate wurde 1937 im Deutschen Reich eine Briefmarke zum Thema „Luftschutz“ gedruckt, 1942 gestaltete er eine Briefmarke anlässlich des Reitsportwettbewerbs um das „Blaue Band“. Außer 1943 war Hohlwein von 1937 bis 1944 auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München vertreten, wobei Hitler, Goebbels, Göring und Adolf Wagner Bilder erwarben. Hohlwein stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.[5]

Im Zuge der Entnazifizierung erhielt Hohlwein, als Vorteilsnehmer des Regimes politisch belastet, bis Februar 1946 Berufsverbot. Danach nahm er bis zu seinem Tode die Arbeit als Gebrauchsgrafiker in einem kleinen Atelier in Berchtesgaden wieder auf.

Ludwig Hohlwein starb am 14. September 1949 im Alter von 75 Jahren im Kreiskrankenhaus Berchtesgaden.[1] Seine Grabstätte ist auf dem Alten Friedhof in Berchtesgaden.[6]

Ludwig Stocker

Ludwig Stocker (* 1. August 1932 in Herisau) ist ein Schweizer Bildhauer und Maler.

Leben und Werk: Ludwig Stocker wuchs im Kanton Appenzell Ausserrhoden auf. In den Jahren 1949–1954 absolvierte er die Bildhauerausbildung bei Wilhelm Meier und Josef Büsser in St. Gallen und bildete sich weiter an der Accademia di Belle Arti in Rom. 1956 heiratete er Annemarie Ledergerber, der Ehe entstammen vier Kinder. Seit 1957 lebt Ludwig Stocker als freischaffender Künstler in Basel. Zu Beginn seiner Tätigkeit kopierte er nebenher für die kantonale Denkmalpflege Basel mittelalterliche Sandsteinfiguren. In den Jahren 1972–1982 rekonstruierte er, zusätzlich zur freien Arbeit, unter Ernst Berger in der Skulpturhalle des Antikenmuseums Basel die Parthenongiebelfiguren im Massstab 1:1. In diesem Zusammenhang entstanden umfangreiche Studien zur harmonikalen Proportionslehre. 1961 erhielt er das Stipendium der Kiefer Hablitzel Stiftung. Ab 1972 folgten Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen.

Stockers Werkserien enthalten Skulpturen, Zeichnungen, Collagen und Malerei mit Bezügen zur Kulturgeschichte und zu verschiedenen Kulturkreisen, insbesondere den Frühkulturen der Ägypter und Griechen. Anfänglich setzte Stocker den Akzent auf die Steinfigur. Ab den 1970er Jahren jedoch verwendet und kombiniert er in seiner bildhauerischen Arbeit auch andere Materialien wie Holz, Ton, Glas, Bronze und Styropor, oft mit kräftiger Bemalung. Im Schaffensbereich Stockers steht die menschliche Figur im Zentrum. Oftmals gestaltet Stocker hohe schlanke Figuren mit geringen Volumen, plattenartig, teils übereinandergeschichtet. «Vielleicht ist Ludwig Stocker deshalb Bildhauer geworden und geblieben, weil die Ausarbeitung einer Idee im Plastischen als eigentlich Räumliches zu komplexen Überlagerungen führen kann.»[1] Parallel zu den skulpturalen Arbeiten entstanden umfangreiche Zeichnungen und Bilder, vielfach als Serienbilder, mit Zitaten aus der Kunstgeschichte. «Stocker beleuchtet einzelne Momente aus vergangener Kulturgeschichte, bricht sie aus dem verordneten Zusammenhang und überträgt sie in der eigenen Bearbeitung in einen neuen Verhandlungskontext.»[

M. Rupert

M. Rupert oder M. Ruperth

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Marcel Schaffner

Marcel Schaffner (* 20. Dezember 1931 in Basel; † 5. September 2012 in Zürich) war ein Schweizer Maler und Kunstlehrer. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnungen, Wandmalerei, Deckenmalerei, Assemblage, Collagen, Glasfenster und Kunst am Bau.

Leben und Werk: Marcel Schaffner besuchte an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel von 1948 bis 1949 den Vorkurs und von 1955 bis 1957 die Malklasse. Seine Lehrer waren Martin Alfred Christ und Walter Bodmer. An der Schule befreundete er sich mit Werner von Mutzenbecher und Hans Rémond. Schaffner begann 1951 zu malen. Er erhielt als freischaffender Maler zahlreiche Stipendien. Anfänglich orientierte er sich mit abstrakten Kompositionen an den Werken von Louis Moilliet und Nicolas de Staël.

Von 1952 bis 1956 war Marcel Schaffner Mitglied der «Gruppe Ulysses» in Basel. Zu dieser gehörten u. a. Heinz Abosch, Sandro Bocola, Theo Gerber, Konrad Hofer, Annelies Rubin, Achilles Holenstein, Ettore Guggenbühl, Marcel Iten und L. W. Waldmann.[1]

Ab den 1960er-Jahren pflegte Schaffner den Kontakt zu Malern, die sich um Arnold Rüdlinger gruppierten. Zudem hatte er einen regen Kontakt zum Maler Hans Rudolf Schiess, der ihn in seine Kunsttheorie einführte. Auch war er mit dem Künstler Alain Simon befreundet. In dieser Zeit entstanden Werke, die vom abstrakten Expressionismus amerikanischer Künstler inspiriert waren.

Marcel Schaffner schuf von 1969 bis 1974 sogenannte Zeitkästen. Ab Mitte der 1970er-Jahre stellte er schweizweit seine Werke aus. In Gruppenausstellungen war er u. a. in Venedig, Mailand, New York und Chicago vertreten.[2]

Schaffner unterrichtete von 1975 bis 1991 an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel die Fächer Farbe, Aquarell und Modellzeichnen. Anfang der 1980er-Jahre widmete er sich wieder der Malerei.

Marcel Schaffner hielt sich ab 1984 regelmässig in Horta de San Juan in Spanien auf. 1985 übersiedelte er nach Zürich, wo er bis zu seinem Tod 2012 lebte und arbeitete. Seine Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.

Mario Bollin

Mario Bollin 18.11.1930 Neuenburg, Bürgerort Bischofszell (TG), Plastiker, Maler, Lehrer und Grafiker. Kunst im öffentlichen Raum
arbeitete in Basel und Ettingen

Tätigkeitsbereiche: Druckgrafik, Malerei, Skulptur, Zeichnung

Mario Bollin, ohne Titel, 1957 aus Beton, Gartenbad St.Jakob; Mary Vieira, Entgegengesetzte Kräfte, 1973 aus Chromstahl, Institut für Pathologie; Owsky Kobalt, Perle, ca. 1985 aus Marmor, Wettsteinbrücke; Paul Suter, ohne Titel, 1968 aus lackiertem Stahl, Universitäre Psychiatrische Kliniken

Bollin, Mario *1930. Bonato, Aldo *1954. Bonsma , Dirk *1957. Borer, Renata *1956. boycotlettes, *1999. Bräuning, Niggi *1947. Braun, Martha * ...

Marischa Burckhardt

Marischa Burckhardt (* 19. Februar 1927 in Dresden; † 29. August 2018 in Basel) war eine Schweizer bildende Künstlerin, Journalistin und Gestalterin. Ihr Werk umfasst Fotografie, Assemblagen, Reliefs, Installationen, Land Art, konzeptuelle Kunst, Objektkunst, Kunst am Bau und Malerei.

Leben und Werk: Marischa war eine Tochter des Chemikers Andreas Ruperti (1897–1987) und der Künstlerin Madja Ruperti, geborene van Rijckevorselwar. Diese emigrierten von Moskau nach Dresden wo Marischa und ihr Bruder Johannes (Wanja), genannt Ivan (1924–2021) zur Welt kamen. Ihre jüngere Schwester und spätere Malerin Karin wurde 1928 in Hawkesbury geboren. Ihr Schwager war der Grafiker und cR Werbeagentur Gründer Jürg Schaub.

1929 siedelte die Familie nach Basel. 1935 erhielten sie das Schweizer Bürgerrecht. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hielt sich Marischa mit ihrer Familie oft auf dem Grossväterlichen Gutshof Schackenhof in Westpreussen auf.[1] Ab 1937 lebte die Familie in Arlesheim. Marischa war seit 1948 mit Lukas Burckhardt verheiratet. Sie sind die Eltern von Stephan (* 1949) und Ariane (* 1953).

Als ihr Bruder Ivan 1958 in Zürich die Werbeagentur Ruperti AG gründete, arbeitete sie für ihn als freie Mitarbeiterin, Fotografin und Gestalterin. Zudem war sie bis 1972 als freie Journalistin und Texterin tätig.[2]

Marischa schuf anfänglich Reliefs aus selbstgefärbten Stoffen sowie Papierarbeiten und Kleinskulpturen aus diversen Materialien u. a. mit angeschwemmten Gegenständen, die sie am Rheinufer fand.

Während ihrer ausgedehnten Reisen u. a. nach Lanzarote, Ägypten, Schottland, Australien und in die USA schuf sie Land-Art-Installationen aus Eisen, Stahl und Drahtnetzen. So entstanden u. a. „Wüstenzeichen“ in den Wüstenlandschaften von Australien und Afrika. Diese als mystisch erlebten Momente dokumentierte sie fotografisch und filmisch. In Ergänzung zur Fotografie schuf sie Aluminiumtafeln in seriellen Folgen, die sie mit Ölfarben übermalte. So entstanden Serien u. a. über New York, Venedig und San Francisco on My Mind.[3] Der Hauptteil ihres Oeuvres besteht jedoch aus gemalten, abstrakten Bildern und Collagen.

Marischa war Mitglied der Sektion Basel der GSMBA und erhielt 1977, 1980 und 1982 je einen Preis vom Kunstkredit Basel-Stadt. Von 1984 bis 1998 erschienen mehrere ihrer Bildbeiträge im Magazin der Basler Zeitung.

Marischa vermittelt im 2010 erschienenen Buch KUNSTgeschichte. Ein Zeitdokument einen umfassenden Einblick in ihr Dasein. So schreibt sie u. a. über ihre zahlreichen freundschaftlichen Verbindungen zu anderen Kunstschaffenden wie zu Jean Dubuffet, Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle, Robert Ryman, Mark Tobey, Alan Charlton, Richard Long, Agnes Martin, Rudy Burckhardt, Walter de Maria, Joel Fisher, Joseph Marioni, Alex Katz und Roger Ackling. Deren Werke sie auch selber erwarb.

Die abenteuerliche und weitverzweigte Familiengeschichte wurde von ihrem Vater Andreas Ruperti schriftlich festgehalten. Ihr Bruder Ivan hat diese und andere Erinnerungen von Familienangehörigen auf der Website publiziert.

Marius Rappo

Marius Rappo (* 25. März 1944 in Schmitten) ist ein Schweizer Maler, Modellbauer und Goldschmied.

Leben und Werk: Marius Rappo absolvierte eine Lehre als Vermessungszeichner und besuchte von 1964 bis 1968 die Allgemeine Gewerbeschule Basel. Von 1979 bis 1998 schuf er nebst seinen eigenen künstlerischen Arbeiten rund 20 historische Modelle für Museen in der Schweiz und Deutschland.[1] Als ehemaliges Mitglied der Künstlergenossenschaft allerart zeigte er seine Werke in zahlreichen Gruppenausstellungen.

Martin Alfred Christ

Martin Alfred Christ (* 4. September 1900 in Langenbruck; † 12. April 1979 in Mallorca) war ein Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker und Kunstpädagoge.

Leben und Werk: Martin Alfred Christ war ein Sohn des Arztes Alfred Christ und Elisabeth (1866–1949), geborene Paravicini. Nachdem er in Basel am Gymnasium mit der Matura abgeschlossen hatte, besuchte er in Genf die Privatschule des Malers Henri van Muyden (1860–1936). Dieser war der Sohn des Malers Jacques Alfred van Muyden. Anschliessend hielt sich Christ für selbstständige Studien in Avignon und Paris auf. 1924 kehrte er nach Basel zurück und besuchte die Allgemeine Gewerbeschule Basel. Seine dortigen Lehrer waren Albrecht Meyer und Arnold Fiechter.

Von 1926 bis 1930 hielt sich Christ in Berlin auf und pflegte Kontakt zu Alexander Zschokke und den «Brücke»-Malern, besonders zu Erich Heckel. Es folgten Reisen an die Ostsee, nach Holland und Schweden. 1928 hielt er sich zusammen mit Hans Rudolf Schiess (1904–1978) und dem Maler und Grafiker Rudolf Hübscher (1898–1934) in Rom und auf Sizilien auf.

Christ heiratete 1930 Andrea, geborene His. Zusammen lebten sie bis 1934 in Coldrerio. In dieser Zeit pflegte er den Kontakt zur Basler Künstlervereinigung Rot-Blau II. Wieder in Basel bezog er ein Atelier am Rheinufer. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er Aktivdienst. 1942 schuf er im Auftrag des Kunstkredits Basel-Stadt am Schulhaus-Bruderholz das Wandbild Eltern und Kinder.

Martin Alfred Christ (1900–1979) Maler, Zeichner und Grafiker. Grab, Wolfgottesacker in Basel. Sein Vater war Alfred Christ-Paravicini (1865–1928), Arzt, Philanthrop, Gründer des Sanatorium Erzenberg in Langenbruck
Grab auf dem Wolfgottesacker in Basel.

Ab 1947 unternahm er vor allem Reisen nach Arles, später nach Mallorca, wo er ab 1959 halbjährlich auch lebte. Von 1953 bis 1965 leitete Christ die Malklasse an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Einer seiner Schüler war Samuel Buri.

Zusammen mit Hans Stocker schuf er 1965 die Sternzeichen-Glasfenster für das Haus zum Stern am Rümelinsplatz in Basel.

Christ war Mitglied in der Basler Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer (GSMBA). Er stellte seine Werke, die mehrheitlich Landschaften, Figürliches und Porträts umfassen, in zahlreichen Gruppenausstellungen folgender Kunsthäuser aus: Kunsthaus Zürich, Kunsthalle Bern, Kunsthalle Basel, Kunstmuseum Bern, Kunstmuseum Luzern, Kunstmuseum Solothurn, Bündner Kunstmuseum und Kunsthaus Glarus.

Martin Alfred Christ fand seine letzte Ruhestätte auf dem Wolfgottesacker in Basel.

Paul Basilius Barth

Paul Basilius Barth (* 24. Oktober 1881 in Basel; † 25. April 1955 in Riehen) war ein Schweizer Kunstmaler und Zeichner.

Leben und Werk: Paul Basilius Barth war ein Sohn des schriftstellerisch tätigen Arztes und Chirurgen Paul Otto Barth (1848–1921) und der Emma, geborener Schäffer (1851–1922). Seine Geschwister waren Emma Clara (1880–1959) und der spätere Arzt Felix Martin (1883–1960).[1]


Paul Basilius Barth (etwa 1908)

Barth absolvierte 1898 eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte Kurse an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Von 1902 bis 1904 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München[2] sowie an der privaten Malschule von Heinrich Knirr.

Von 1904 bis 1906 lebte und arbeitete Barth in Florenz und Rom. Ab 1906 hielt er sich acht Jahre in Paris auf wo er zuerst an den Unterricht an der Académie Julian besuchte und seinen künstlerischen Durchbruch erlebte. An der Académie Humbert machte er mit Henri Matisse Bekanntschaft und war mit Maurice Denis freundschaftlich verbunden. Von Paris aus erfolgten Reisen, so u. a. in die Bretagne, in die Provence und auf die Insel Reichenau. 1914 kehrte Barth wie viele Schweizer Künstler, kriegsbedingt aus Paris in die Schweiz zurück.

Während und nach dem Ersten Weltkrieg bildete Barth zusammen mit Jean Jacques Lüscher, Numa Donzé, Otto Roos, Heinrich Müller und Karl Theophil Dick die lose Basler Künstlergruppe der dunkeltonigen Maler. Diese als «Basels Klassische Malergeneration» bezeichnete Künstlergruppierung war für die Basler Kunstinteressierten eine revolutionäre Entdeckung. Der Durchbruch gelang der Gruppe 1907 mit einer gemeinsamen Ausstellung in der Kunsthalle Basel.

1907 heiratete Barth Margaretha, geborene Zaeslin. Ihre gemeinsamen Söhne waren der in Paris geborene und spätere Maler und Kreis 48 Gründungsmitglied Heinrich Barth (1907–1958)[3][4] und der Maler Andres Barth (1916–1990). Das Ehepaar liess sich 1921 scheiden. 1923 heiratete Zaeslin den Maler Louis Moilliet und Barth heiratete 1924 Elsa, geborene Wassmer.

Paul Basilius Barth (1881–1955) Maler, Zeichner. Familiengrab. Friedhof am Hörnli
Familiengrab. Friedhof am Hörnli

Die Basler Künstlergruppe der dunkeltonigen Maler pflegten einen freundschaftlichen Austausch mit der 1918 gegründeten Basler Künstlerbund Das Neue Leben und mit der Künstlergruppe «Rot-Blau». Barth beeinflussten die Entwicklung der Basler Malerei nach der Jahrhundertwende bis in die 1920er-Jahre massgeblich.

Nach dem Krieg lebte Barth zeitweise wieder in Paris. Zusammen mit seinem Sohn Heinrich und Numa Donzé reiste er 1922 nach Algerien. 1925 unternahm er eine Reise nach Tunesien.

1935/1936 erfolgte der Bau seines Wohn- und Atelierhauses in Riehen durch Paul Artaria. Hier, im seit 2004 denkmalgeschützten Haus am Vierjuchartenweg 24, lebte später der Galerist Ernst Beyeler.[5][6] 1938 wurde Barth zum Mitglied der Pariser Société du Salon d’Automne. Ab 1940 verbrachte Barth, der kriegsbedingt wieder in der Schweiz lebte, die Sommer am Genfersee. Von 1951 bis 1954 unterhielt er ein Atelier in Güttingen am Bodensee. Mit dem Maler und Grafiker Ernst Morgenthaler war er eng befreundet.

Paul Basilius Barth war der künstlerisch bedeutendste Vertreter einer Familie, zu der auch der Theologe Karl Barth gehörte. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof am Hörnli.

Paul Wyss

Paul Wyss (* 24. Mai 1897 in Basel; † 5. Februar 1984 ebenda) war ein Schweizer Zeichenlehrer, Maler und Lithograf.

Wyss besuchte das Humanistische Gymnasium und die Realschule in Basel.[1]. In Basel studierte er an der Gewerbeschule Malerei bei Rudolf Löw und Albrecht Mayer sowie bei Heinrich Knirr in München. Er ist vor allem bekannt für seine Alpenbilder.

Werke: 1923: Wandbild, Gymnasium Leonhard

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